Viehtaleralm

Nach dem gestrigen anstrengenden Skitag auf der Höss war es heute eine enorme Überwindung, als um halb sieben der Wecker läutete. Ein Krampf im linken Fuß und einer in der rechten Wade, aufgeschundene Schienbeine – kurzum ein nicht voll funktionsfähiger Bewegungsapparat (ja ich darf sudern), haben mich aber dann doch nicht aufhalten können. Vor allem da ein strahlend blauer Himmel und ein wunderbarer Ausflugstag vor der Tür standen.

Ich machte mich also auf den Weg zur Viehtaleralm in Kleinreifling in der Nähe von Weyer um auf die 1540 Meter hohe Bodenwies zu gehen. Diesmal hatte ich neben meinen Schneeschuhen auch meine kürzlich erworbenen Snowblades und die Skitouren-Schuhe mit dabei.

Nach einer etwas über einstündigen Autofahrt durch das Ennstal und auf der vereisten und verschneiten Bergstraße zur Alm, startete ich bei bestem Wetter meine Tour. Die Viehtaleralm ist ein ehemaliges Skigebiet und die Abfahrten sind bei Skitourengehern sehr beliebt. Ich ging jedoch rechts der Piste in Richtung Bodenwies. Zu meiner Freude war neben einer Skispur auch eine Schneeschuhspur vorhanden, die ich dankenden benutzte, was den Anstieg um einiges erleichterte. Leider ging diese Spur aber nicht sehr weit und schon nach etwa zehn Minuten musste ich selbst spuren, was angesichts meiner Verfassung äußerst anstrengend war.

Der Weg führte etwas über eine Stunde einen Forstweg entlang, der an einem steilen Hang endete, der in den Wald in Richtung Gipfel führte. Ich hing hier zwar noch ein paar Höhenmeter hinauf, entschied mich dann aber es für heute gut sein zu lassen und machte mich auf den Rückweg. Dank der Snowblades, die aber äußerst gewöhnungsbedürftig sind, war ich äußerst schnell wieder beim Startplatz angelangt. Nach einer kurzen Jause, begab ich mich wieder auf den Weg nach Linz.

 

Mayrwipfel (1736m)

Nach endlos scheinenden Wochen, war für dieses Wochenende endlich wieder Schönwetter angesagt. Ich entschloss mich zu einer Schneeschuhwanderung auf den Mayrwipfel im Sengsengebirge.

Bei meiner Abfahrt war in Linz bereits die Sonne heraußen, doch Windischgarsten war noch in eine dichte Wolkendecke gehüllt. Wie immer war das Ausfindig machen des Startortes ein kleines Glücksspiel und ich verfuhr mich einmal. Ich verstehe nicht warum man den Weg zu den Wanderrouten nicht besser kennzeichnet – aber naja. Am Parkplatz war bereits ein Auto geparkt, als ich gegen halb neun meine Schneeschuhe anzog und mich auf den Weg von der Kapelle bei Muttling zum Haslergatter machte. Ich kam recht gut voran, und so war dieses Zwischenziel bereits nach einer halben Stunde erreicht. Die Forststraße, oder zumindest das, was ich unter der Schneedecke dafür hielt, wich langsam immer mehr einem Feldweg und nach zwei Wegweisern ging es direkt in den Wald.

Langsam aber brachen auch schon die ersten Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke und als ich die Mayralm erreichte, von der aus man schon auf den Mayrwipfel blicken kann, war kaum noch eine Wolke am Himmel zu sehen. Zu meiner Rechten war die verfallene Hütte der Mayralm zu sehen, aber mein Übermut lies mich dummerweise nicht rasten – „kann ja nicht mehr so weit zum Gipfel sein, oder“.

Weit war es nicht mehr, aber anstrengend. Von nun an ging es in Serpentinen den letzten Abschnitt zum Gipfel hinauf. Und da es trotz der Sonne nicht besonders warm war, da der Wind ja auch ein Wörtchen mitreden wollte, fand ich keinen passenden Platz um eine kurze Jausenrast einzulegen. Also quälte ich mich voran und erreichte schließlich endlich den Gipfel, wo ich mich, nachdem ich mir trockenes Gewand angezogen hatte, endlich der Nahrungsaufnahme widmen konnte.

Nach der Pause und ein paar Schnappschüssen ging es wieder bergab und hier zeigte sich erstmals wozu ein Navi gut sein kann. Da ich bergab immer wieder mal gerne abkürze, verstieg ich mich und folge einer Skispur, die mich in die falsche Richtung führte. Zum Glück werfe ich aber ab und an einen Blick auf mein Garmin und konnte so noch rechtzeitig umkehren. Generell gestaltete sich der Rückweg anstrengender als ich dachte. Gegen Mittag war der Schnee bereits so patzig, dass mir jeder Schritt wie zwei Schritte vorkam. So war ich fix und fertig, als ich nach vier dreiviertel Stunden endlich wieder am Parkplatz ankam.