Linz – Sierning

Am 14.4.2013 begann für mich das Abenteuer Weitwandern. Ich habe mit der zweiten Etappe, die von Linz nach Sierning führt begonnen. Um 6.30 startete ich vom Linzer Hauptplatz. Vorbei an den Müllresten, dem Erbrochenen und einzelnen Betrunkenen der vergangenen Nacht die Landstraße entlang. Linz ist grundsätzlich eine schöne Stadt, ein Besuch ist eher erst ab etwa 10 Uhr empfehlenswert.

Der Weg führt weiter bis zum neu errichteten Musiktheater und weiter zur Wiener Straße, die beinahe endlos scheinend nach Süden führt. Nach etwas über einer Stunde gelangt man schließlich über die Traunbrücke nach Ebelsberg. Hier thront auf einem Hügel auf der linken Seite das Schloss Ebelsberg.

Im weiteren Straßenverlauf hält man sich links bis zum Friedhof, bei dem man scharf rechts einbiegt. Hier ist auch erstmals eine Markierung des Weitwanderweges ersichtlich. Nachdem man unter der Autobahnbrücke durch ist, verlässt man endlich die asphaltierte Straße und begibt sich die Treppen hinauf auf einen Feld- und Wiesenweg. Ab hier ist der Weg mit einer rot-weiß-roten Markierung an den diversen Verkehrsschildern exzellent markiert. Auf der gesamten Strecke gab es nur zwei Stellen, die einen kurzen Blick aufs Navi nötig machten.

Durch die Ortschaft Ölkam erreicht man nach etwas mehr als zwei Stunden das Gasthaus „Zur Hölle“ in St. Florian, bei dem man sich den ersten Kontrollpunkt-Stempel abholen kann. Direkt unterhalb des Gasthauses liegt das wunderschöne Stift St. Florian. Hier lohnt sich eine nähere Besichtigung!
Durch die Stadt geht es weiter in südlicher Richtung. Auch hier ist der Weg gut markiert, bis auf eine Ausnahme: Nach einer Brücke über den Bach steht, dass man dort nach rechts in Richtung Sportplatz gehen soll, wo es im weiteren Verlauf keine Markierung mehr gibt. Hier orientiert man sich am Besten an einem Bauernhof jenseits der Bundesstraße. Vor diesem steht ein großer Handymast. Ab diesem Bauernhof ist der Weg wieder gut markiert.

Immer weiter geht es über Feldwege und Forststraßen in Richtung Süden. Der Weg wechselt nun immer zwischen Straßen und Wegen hin und her.
Gegen Mittag komme ich zu einem Baumlehrpfad, der schließlich zu einem Mausoleum führt. Dort raste ich kurz um widme mich meiner ersten Blase, die ich mehr schlecht als recht mit einem Blasenpflaster erst-versorge.

Wenige hundert Meter weiter steht man vor dem Schloss Losensteinleiten, in dem sich mittlerweile ein Pflegeheim befindet. Man quert hier die Straße und kommt in den Ort, wo ich beim Gasthaus Bruckner zu Mittag einkehre. Zu Empfehlen ist der Bürgerteller. Eine riesige Portion Schnitzel mit Pommes und überbackenem Käse zu einem äußerst günstigem Preis!

Nach dieser dringend notwendigen Rast gebe ich mich auf den letzten Teil der Etappe. Zuerst entlang der Straße biegt man bei der Hubertuskapelle nach links ab und kommt geraume Zeit später endlich zu einem Schild, das darauf hinweist, dass man im Bezirk Sierning angekommen ist. Leider täuscht man sich aber, wenn man meint, dass es nun nicht mehr so weit sein kann. Erst nach einer weiteren Stunde – die Füße schmerzen mittlerweile extrem – erreicht man endlich die Ortstafel Sierning und eine halbe Stunde später ist der Pfarrplatz erreicht.

Nachdem ich den Stempel des Kontrollpunktes geholt habe, schleppe ich mich zum Busterminal, das mich nach Steyr bringt, von wo aus ich mit dem Zug wieder nach Linz fahre. Nach über neun Stunden und fast 40 Kilometern bin ich heilfroh, diese Etappe überstanden zu haben.

 

2 Gedanken zu „Linz – Sierning

  1. Hört sich gar nicht so anstrengend an wie es war ! Hast wieder schöne Bilder gemacht!! Viel Glück für die nächste Etappe (;-))

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