Bad Leonfelden – Oberneukirchen

Der ursprüngliche Salzsteig verlief eigentlich bis nach bzw. von Krumau in Böhmen. Der ihm nachempfundene Weitwanderweg 9 beginnt in Bad Leonfelden, von wo aus ich meiner Begleitung Melanie um kurz nach halb sieben aufbreche. Da Sonntag ist, ist noch nicht sehr viel los. Einzig die Bäckerei Ritter hat bereits geöffnet, wo ich mir auch den Kontrollpunkt-Stempel hole. Die Dame ist sogar so freundlich und schenkt (!) uns jeweils einen Müsliriegel für den anstrengenden Tag, den wir gerne annehmen.

Kurz nachdem wir den Ortsplatz nach Norden hin verlassen, biegen wir schon von der Hauptstraße ab und folgenden der Beschilderung entlang einiger Seitenstraßen und Wegen zum Aufstiegsweg auf den Sternstein.
Das Mühlviertel zeigt sich von seiner besten Seite. Ein strahlend blauer Himmel und die Morgensonne bilden den Hintergrund für diese schöne Landschaft.

Nach etwas über einer Stunde haben wir die erste Zwischenstation, das Gasthaus Waldschenke kurz unterhalb des Sternsteins erreicht, zu dem wir nach einer kurzen Trinkpause weiter marschieren. Neben dem Sternsteingipfel ragt die Sternsteinwarte über die Bäume empor, von wo aus man eine herrliche Sicht auf die nähere und weitere Umgebung, bis zu den Alpen im Süden und weit hinein nach Tschechien im Norden hat.

Auf dem selben Weg geht es nun wieder zurück bis zur Waldschenke, dann jedoch nicht zurück nach Bad Leonfelden sondern immer weiter den Markierungen in südlicher Richtung. Über Wald- und Forstwege geht es stätig dahin bis zum Schloss Brunnwald, von wo aus eine Asphaltstraße in den Wald hinein führt, der wir folgen.
Dort machen wir eine interessante Entdeckung. Ein kleiner Hobbykünstler hat ein Hausmodell aus Ästen, Steinen und Moos gebaut.

Weiter über Wiesen führt der Weg schlussendlich bis nach Oberneukirchen, dessen Ortsplatz wir im letzten Anstieg über eine steile Wiese erreichen. Nach etwas über 20 Kilometern gönnen wir uns eine Erfrischung, bis unser „Taxi“ eingetroffen ist.

 

Frauenstein – Hinterstoder

Die letzte rein oberösterreichische Etappe des Weitwanderweges 9 führt von Frauenstein nach Hinterstoder und schließt generell das erste Drittel des Weitwanderweges ab. Das Auto habe ich beim Bahnhof in Kirchdorf an der Krems stehen lassen, von wo aus ich mit dem Postbus nach Frauenstein fuhr. Die ersten Sonnenstrahlen begleiteten mich auf dem Aufstieg zur Kirche hin, von wo aus der Weg weiter führte, hinunter zur Steyr, der ich nun folgte.

Direkt vor der Staumauer überquerte ich entgegen den Anweisungen des Wanderführers die Steyr um auf der gegenüberliegenden Seite durch einen Wald hinaufzusteigen, in dem ein Wasserfall zu bewundern war. Oben angelangt ging es zurück aufs andere Flussufer. Generell ist der Wanderführer bei dieser Etappe mehr als eigenwillig. Der beschriebene Fischersteig beginnt nämlich eben erst ab der Staumauer und nicht wie im Buch beschrieben schon kurz nach Frauenstein. Eventuellen Nachahmern kann ich nur empfehlen besagten Fischersteig generell zu gehen und den „normalen“ Weg links liegen zu lassen, da dieser des öfteren und vor allem kurz vor dem Bahnhof Hinterstoder auf Asphaltstraßen verläuft, wohingegen der Fischersteig bis kurz nach dem Bahnhof immer am Stausee entlang durch den Wald führt.

Kurz nach dem Bahnhof besteht auch auf dem „normalen“ Weg das Problem, dass die Beschilderung des alten Weges (aus Zeiten, als die Autobahn hier noch nicht verlief) noch immer vorhanden ist! Die Wege laufen zwar wenig später wieder zusammen, jedoch führt der alte Weg nicht an einem Kontrollpunkt – dem Gasthaus Steyrbrücke – vorbei.

Entlang der Steyr geht es nun immer weiter ins Stodertal, wo sich er Kleine Priel schon mächtig in Szene setzt.
Bei einem Mostbauern kehre ich kurz vor Hinterstoder zur Stärkung ein. Das Wetter hat mittlerweile umgeschlagen. Dicke Wolken und ein stürmischer Wind lassen mich schnell essen, um noch vor einem möglichen Wolkenbruch mein Ziel zu erreichen. Zu Regnen beginnt es aber Gott sei Dank nicht und so warte ich beim Ortsplatz auf den Bus, der mich zurück zum Bahnhof Hinterstoder bringt, von wo aus ich zurück nach Kirchdorf fahre.

Für den Weiterweg muss ich noch warten, da die Hochmölbinghütte erst im Juni aufsperrt.

 

 

Linz – Glockner – Nockalm – Linz

Eigentlich hätte es ja ein viertägiger Motorrad-Urlaub werden sollen. Nachdem das Wetter leider nicht unserer Meinung war, wurde es eine zweitägige Tour, mit Zwischenstation in Spittal an der Drau. Dennoch hat es sich auf jeden Fall ausgezahlt.

Linz – Gmunden – Gosau – Bischofshofen – Großglockner – Spittal an der Drau – Nockalmstraße – Turracherhöhe – Murau – Hohentauern – Trieben – Spital am Pyhrn – Linz

 

Tag 1:

 

Tag 2: