Frauenstein – Hinterstoder

Die letzte rein oberösterreichische Etappe des Weitwanderweges 9 führt von Frauenstein nach Hinterstoder und schließt generell das erste Drittel des Weitwanderweges ab. Das Auto habe ich beim Bahnhof in Kirchdorf an der Krems stehen lassen, von wo aus ich mit dem Postbus nach Frauenstein fuhr. Die ersten Sonnenstrahlen begleiteten mich auf dem Aufstieg zur Kirche hin, von wo aus der Weg weiter führte, hinunter zur Steyr, der ich nun folgte.

Direkt vor der Staumauer überquerte ich entgegen den Anweisungen des Wanderführers die Steyr um auf der gegenüberliegenden Seite durch einen Wald hinaufzusteigen, in dem ein Wasserfall zu bewundern war. Oben angelangt ging es zurück aufs andere Flussufer. Generell ist der Wanderführer bei dieser Etappe mehr als eigenwillig. Der beschriebene Fischersteig beginnt nämlich eben erst ab der Staumauer und nicht wie im Buch beschrieben schon kurz nach Frauenstein. Eventuellen Nachahmern kann ich nur empfehlen besagten Fischersteig generell zu gehen und den „normalen“ Weg links liegen zu lassen, da dieser des öfteren und vor allem kurz vor dem Bahnhof Hinterstoder auf Asphaltstraßen verläuft, wohingegen der Fischersteig bis kurz nach dem Bahnhof immer am Stausee entlang durch den Wald führt.

Kurz nach dem Bahnhof besteht auch auf dem „normalen“ Weg das Problem, dass die Beschilderung des alten Weges (aus Zeiten, als die Autobahn hier noch nicht verlief) noch immer vorhanden ist! Die Wege laufen zwar wenig später wieder zusammen, jedoch führt der alte Weg nicht an einem Kontrollpunkt – dem Gasthaus Steyrbrücke – vorbei.

Entlang der Steyr geht es nun immer weiter ins Stodertal, wo sich er Kleine Priel schon mächtig in Szene setzt.
Bei einem Mostbauern kehre ich kurz vor Hinterstoder zur Stärkung ein. Das Wetter hat mittlerweile umgeschlagen. Dicke Wolken und ein stürmischer Wind lassen mich schnell essen, um noch vor einem möglichen Wolkenbruch mein Ziel zu erreichen. Zu Regnen beginnt es aber Gott sei Dank nicht und so warte ich beim Ortsplatz auf den Bus, der mich zurück zum Bahnhof Hinterstoder bringt, von wo aus ich zurück nach Kirchdorf fahre.

Für den Weiterweg muss ich noch warten, da die Hochmölbinghütte erst im Juni aufsperrt.

 

 

Ein Gedanke zu „Frauenstein – Hinterstoder

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