Hinterstoder – Hochmölbinghütte

Es ist Juni und nach über drei Wochen Regenwetter, kommt nun endlich der erhoffte Sommer. Glücklicherweise habe ich eine Woche Urlaub, die ich bereits vor Monaten gebucht habe und die nun in diese Wetterperiode fällt. Also mache ich mich daran meinen Weitwanderweg fortzusetzen, ich verlasse dabei nun Oberösterreich und komme in die Steiermark zum zweiten Drittel des Salzsteiges.

Bereits um sieben Uhr Früh parke ich mein Auto beim Skiparkplatz in Hinterstoder und begebe mich zur Steyr, deren Verlauf ich flussaufwärts folge. Vorbei geht der Weg am Schiederweiher, der im Licht der frühen Sonnenstrahlen atemberaubende Eindrücke hinterlässt. Nach nicht ganz einer Stunde ist dann das Dietlgut erreicht, wo sich der Weg teilt, in die Variante des Salzsteiges zum Salzsteigjoch und in der Folge zur Tauplitz hinauf und dem Hauptweg, den ich gehe, zur Türkenkarscharte.

Nun wird es steil. Der Wiesenweg ist ziemlich feucht und durch Spuren von Kühen stark in Mitleidenschaft gezogen. Was ist nicht weiß, aber kurze Zeit später erfahre ist, dass etwa eine Stunde vor mir der Almauftrieb stattgefunden hat.

Ich erreiche die Schafferreith, lasse mich aber nicht von den Bier-Werbeschildern verlocken und gehe zügig weiter. Kurze darauf werde ich von einem Wanderer eingeholt, der mir von mir vom Almauftrieb berichtet, der stattfinden soll und im fast selben Augenblick kommen uns vier Einheimische vom Berg entgegen, die eben diesen Almauftrieb durchgeführt haben. Nach einem kurzen Plausch setze ich gemeinsam mit Josef, der Feuerwehrkommandant in Leonstein ist, den Weg weiter fort, bis zu unserem nächsten Ziel, der Bärenalm. Kurz unter dieser befindet sich das Jagdhaus der Babenberger, denen in dieser Gegend offenbar sehr viel Besitz gehört.

Während Josef nicht zu bremsen ist und seinen Weg fortführt, gönne ich mir eine dringend benötigte Pause, ehe ich mich weiter zur Türkenkarscharte begebe, der Landesgrenze zwischen Oberösterreich und der Steiermark.
Als auch diese erreicht ist, geht es nun erholsam bergab. Die Graßeckalm und der Grimmingboden werden erreicht, ehe es ein letztes mal bergauf zur Sumperalm geht, die einen herrlichen Blick in die Steiermark und zum Grimming bietet.

Kurz geht es noch bergab, bis ich gegen zwei Uhr die Hochmölbinghütte erreiche, bei der ich köstlich esse und mich von diesem ersten Tag erhole.

 

 

2 Gedanken zu „Hinterstoder – Hochmölbinghütte

  1. Hast wiedermal wunderschöne Fotos geschossen, könntest einige davon in Hinterstoder als Ansichtskarte anbieten (;-)))
    Deine Suite schaut etwas klein aus, hast da Platz gehabt ?

    • Ja die war vielleicht 3×2 Meter… das Bett war genau 1,90 lang. Ich dachte eigentlich, dass das das Lager sei, aber es waren tatsächlich die Zimmer.

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