Flattnitz – Turracher Höhe

Kurz nach sieben Uhr beginne ich diese Etappe. Von meiner Unterkunft, der Kärntner Stub’n aus, folge ich anfangs der Landesstraße in südlicher Richtung, bis ich das „Zentrum“ von Flattnitz erreiche, wo ich nach rechts zu den Skiliften abbiege.
Dort befindet sich ein großer Wegweiser, der die Wandermöglichkeiten der Umgebung ausweist, und auch unter anderem meinen Weg zur Turracher Höhe.

So folge ich also dem Schotterweg nach Süden. Nach einer Weile wird dieser zur Forststraße und mündet schließlich in einen Waldpfad. Wie bereits am Tag zuvor, ist der Weg einwandfrei markiert, ein großes Lob an die Wegerhalter!

Nach etwas mehr als einer Stunde ist die Haidnerhöhe erreicht, wo wiederum der Höhenweg beginnt und ein angenehmes Wandererlebnis verspricht. An diesem Tag lerne ich aber auch die „Schattenseiten“ der steiermärkischen und kärntnerischen Höhenwanderwege kennen – man sieht das Ziel nicht. Es gibt immer einen Hügel und dahinter noch einen Hügel, und noch einen und noch einen und wenn man glaubt, das war der letzte Hügel und dahinter kommt dann das Ziel – denkste! Noch ein Hügel und noch ein Hügel!

So meine ich die Lattersteighöhe schon x-mal erreicht zu haben, bis ich sie dann nach einer kleinen Ewigkeit tatsächlich endlich erreiche. Diese birgt auch gleich ein Kuriosum, da sich dort eine Unterstandshütte befindet, die perfekt in die Umgebung eingebaut wurde.
Hier genieße ich erstmal die Aussicht und gönne mir eine kleine Stärkung.
Hinter der Hütte führt der Weg weiter und wird nun felsiger. Über mal größere mal kleinere Steine und Felsen führt der Pfad und verlangt mir hier erstmals Trittsicherheit ab.
Nach einer gefühlten viertel Stunde kommt das lohnende Zwischenziel des Tages und ein Hauptziel des gesamten Weitwanderweges in Sicht, die Bretthöhe. Mit 2320 Metern ist dies der höchste Berg des ganzen Salzsteigwanderweges und daher genieße ich die schöne Aussicht von diesem Punkt besonders!
Nun folgen noch die Hoazhöhe und die Kaserhöhe, die jeweils einen bzw. zwei Meter kleiner als die Bretthöhe sind, ehe ich über den Gruft die letzten Berg vor der Turracherhöhe, den Schoberriegel, mit seinem schönen Kreuz, erreiche.

Der Anblick der Turracher Höhe und der unzähligen Hotels, Autos und Touristen ist ganz schön gewöhnungsbedürftig.
Der Abstieg gestaltet sich als unspektakulär aber anstregend, generell war diese Etappe herausfordernder als ich sie eingeschätzt hatte. So bin ich froh, als ich beim Turracherhof ankomme und nach einer reichlichen Stärkung mein Zimmer beziehe und nach einer dringend nötigen Dusche die Füße hochlegen kann. Einen Besuch bei der Karlhütte habe ich es daher auch nicht mehr geschafft und wird beim nächsten Besuch nachgeholt. Die Inhaber sind nämlich selbst Weitwandererfahren und ein Besuch und Austausch innerhalb der leider sehr kleinen Weitwander-Community sicher lohnenswert.

 

Ein Gedanke zu „Flattnitz – Turracher Höhe

  1. Hab mir grad deine Fotos angeschaut, möchte nächstes Jahr diese Tour mit einigen von unserem Verein machen, wir werden wenn möglich mit dem Lift rauffahren, damit die Tour etwas abgekürzt ist, ist die Lattersteighöhe sehr ausgesetzt oder einfach nur Trittsicherheit notwendig. Der Rest der Gruppe wird mit dem Bus auf die Turrach fahren, am nächsten Tag möcht ich dann von der Heidialm zur Glockenhütte gehen, diese ist dann nicht so lang.

    Danke für die Fotos
    liebe Grüße Renate

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