Wiedweg – Arriach

Der letzte große Berg, der Wöllaner Nock steht auf dem heutigen Programm. Kurz nach sieben Uhr starte ich meine Wanderung oberhalb vom Wiedwegerhof in westlicher Richtung. Neben einem im Wald angelegten Golfplatz führt der Weg in Serpentinen den Berg hinauf. Bald erreiche ich die Baumgrenze, der Weg führt nun über Almböden weiter. Kurz nach einer Strohhütte (?) sehe ich zu meiner Rechten einen Zaun mit einer rot-weiß-roten Markierung, der ich sogleich folge.
Als ich kurz später einen Blick aufs GPS werfe sehe ich, dass ich offenbar nicht auf dem „echten“ Salzsteigweg unterwegs bin. Dieser dürfte da, wo ich rechts abgebogen bin, gerade aus weiter ins Tal zu Davidhütte verlaufen sein.

Ich überlege kurz ob ich umdrehen soll, entscheide mich aber dagegen, da ich auf meinem Weg auch am Kaiserburg vorbei komme und so praktisch noch einen Gipfel an diesem Tag erreichen kann. Nebenbei habe ich auf meiner gewählten Route eine weitaus schönere Aussicht auf die umliegende Berglandschaft.

Nach einer gefühlten Stunde erreiche ich die Ebene vor dem Kaiserburg. Hier ist ein künstlicher See angelegt und in der Ferne sehe ich neben dem Gipfelkreuz auch die Seilbahn-Bergstation die kontinuierlich Touristen ausspuckt. Ich gehe also zum Kreuz, schieße ein Foto und mache mich auf zum circa zehn Minuten entfernten Wöllaner Nock. Von diesem habe ich eine herrliche Aussicht auf die Karawanken, die Karnischen Alpen und die Julischen Alpen!
Ich lasse die Aussicht auf mich wirken, ehe ich zur Waldnerhütte absteige, welche jedoch geschlossen ist. So bleibt mir nicht aus weiter zu Geigerhütte abzusteigen. Dazu wähle ich nicht die Schotterstraße, sondern einen Pfad, der ein schöneres Wandererlebnis verspricht als die Straße.

Auch hier sind die Markierungen wieder top angebracht und ich erreiche nach einer halben Stunde die Geigerhütte und kehre auf eine Mahlzeit ein.
Auf der Schotterstraße geht es nun erst noch bergauf, ehe ich zu einem Parkplatz komme, von wo es wieder bergab geht. Nach ein paar Serpentinen und ein paar Abkürzungen durch den Wald treffe ich auch zwei Weitwanderer aus Deutschland, die auf dem Alpe-Adria-Weg unterwegs sind. So verbringen wir die letzen Kilometer des Weges nach Arriach gemeinsam und unterhalten uns über die jeweiligen Erlebnisse der letzten Tage, vor Allem über die Schwierigkeit spontan einen Unterkunft zu finden.

Durch die angenehme Unterhaltung vergeht der Abstieg wie im Flug und ehe ich mich versehe sind wir in Arriach angekommen. Ich verabschiede mich und suche meine Unterkunft, die Pension Unterköfler auf, bei der ich nächtige.

 

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