Urfahr – Donaublick – Hellmonsödt – Urfahr

4 Stunden reine Fahrzeit

Erlakogel (1575m)

Regen oder doch nicht, Wolken oder Sonnenschein. Mit ungenauen Wetterberichten und allgemeine Floskeln, haben die Meteorologen in den letzten Tagen um sich geworfen. Als eingefleischter Schönwetterwanderer natürlich nicht optimal. Da ich aber die letzten Tage sehr… „unrund“ war, musste ich unbedingt. raus.

Mit dem Auto ging es nach Ebensee am Traunsee, wo ich zum Ortsteil Rindbach fuhr. Dort angekommen geht es über die Brücke auf das andere Ufer des Rindbaches. Gleich zu beginn wird der Weg sehr steil. Durch das nasse Wetter der letzten Tage ist der Boden leider sehr rutschig und ich komme langsamer voran als erhofft, da vor allem bei den vielen Steinen und Wurzeln Vorsicht geboten ist. Nach einer Stunde erreiche ich die Spitzelsteinalm, auf der schottische Hochlandrinder weiden. Eines davon mustert mich sehr genau und kommt auch näher. Mit den gewaltigen Hörnern machen sie ganz schön Eindruck.
Ab der Alm geht es weniger steil vorwärts. Die Bäume werden weniger, hier hat vor Jahren ein schwerer Sturm gewütet, der die Landschaft sehr geprägt hat.
Die anfangs noch dichte Wolkendecke hat sich mittlerweile schon geöffnet und lässt warme Sonnenstrahlen passieren, was den Aufstieg angenehmer gestaltet. Kurz vor dem Gipfel gibt es noch eine unschwere steinige Passage, bis ich nach etwas mehr als zwei Stunden am Gipfelkreuz angekommen bin. Ich genieße den Ausblick auf den Traunsee, das Tote Gebirge und das Dachsteinmassiv, dessen Spitzen schon in dickes Weiß gehüllt sind.

Nach einer Stärkung geht’s zurück, doch schon nach wenigen Metern rutsche ich auf einem nassen Stein aus. Dabei bleibt der linke Wanderstock so unglücklich in einer Spalte hängen, dass er abbricht. Ohne diese Unterstützung ist der Abstieg leider viel mühsamer. Ich versuche daher wo es geht die Forststraße für den Rückweg zu nehmen, sie führt aber leider nicht bis zum Ausgangspunkt der Tour. Ich bin daher gezwungen relativ langsam abzusteigen, so komme ich ziemlich erschöpft nach rund fünf Brutto-Stunden wieder beim Parkplatz in Ebensee an.

 

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