Zur Rieder Hütte über den Feuerkogel (1592m) und den Alberfeldkogel (1707m)

Der Altweibersommer zeigt sich von seiner schönsten Seite, wer weiß wie lange noch. Daher ist jedes schöne Wochenende auszunützen. Mit neuen Schuhen im Gepäck mache ich mich daher früh morgens auf den Weg ins Salzkammergut, zum Traunsee, um den Feuerkogel zu besteigen und dann weiter auf den Alberfeldkogel und zur Rieder Hütte des Alpenvereins zu wandern.

Während in Linz keine Wolke am Himmel ist, wird es, je näher ich dem Salzkammergut komme, immer nebeliger. Diese Nebeldecke hat auch nur ein paar wenige Löcher, die erst in Ebensee größer werden und einen sonnigen Aufstieg ermöglichen. Direkt links der Talstation der Feuerkogel-Bahn beginnt der Wanderweg auf den Berg. Nach wenigen Minuten auf der Straße zweigt der Weg ab in den Wald und ich gehe in Serpentinen diesen hinauf. Immer wieder hat man einen schönen Ausblick auf die umliegende Landschaft und die schöne Bergwelt des Salzkammergutes. Da der Traunsee vom Nebel bedeckt ist, wirkt der Ausblick besonders imposant.
Ich komme zügig voran und nach etwas mehr als einer Stunde bin ich an der Talstation der Ski-Gondel-Bahn auf den Feuerkogel angelangt.
An dieser vorbei führt der Weg weiter steil nach oben. Der Weg selbst ist aber nicht schwierig. Es gibt zwar versicherte Stellen, die Versicherungen währen meiner Meinung nach aber gar nicht notwendig.
Nach einer Weile ist auch die Bergstation der Gondel-Bahn zu sehen und somit auch die erste Etappe der Wanderung, das Feuerkogelplateau.

Dort angelangt begebe ich mich zur Bergstation, hinter der sich das Feuerkogel-Kreuz befindet. Nach ein paar Schnappschüssen und einem Blick in die nahe und ferne Umgebung begebe ich mich, zusammen mit unzähligen Touristen, auf den Weg zum Alberfeldkogel. Durch Latschenfelder, vorbei an vielen Rastplätzen, erreiche ich diesen nach einer halben Stunde. Das Europakreuz auf dem Alberfeldkogel wurde von der HTL Wels gebaut und beinhaltet einen Stein aus allen Ländern der Europäischen Union. Beim Kreuz selbst ist Österreich der Mittelpunkt und die Steine der anderen Länder sind, je nach dem wie weit das Land von Österreich entfernt ist, auf dem Kreuz positioniert.

Ein paar Meter zurück des Weges vom Alberfeldkogel gehe ich nun, bis ich zur Abzweigung in Richtung der Rieder Hütte komme. Als Wegzeit sind zwei Stunden angegeben.
Hier merke ich auch den Unterschied zweiter Höhenwege, die nur etwas weniger als 200 Kilometer voneinander entfernt und doch so unterschiedlich sind. Die Höhenwege und generell die Berge der oberösterreichischen Voralpen sind steinig, mit Geröll bedeckt. Nur Latschenfelder bringen etwas Grün in das schlichte Grau. Im Gegensatz dazu sind die Höhenwege und generell die Berge der Steiermark und Kärntens, bis über 2000 Meter Höhe meist durchgehend mit Gras oder Moos bedeckt.

Nach etwas weniger als zwei Stunden erreiche ich also die gut besuchte Rieder Hütte. Da ich es verabsäumt habe, mir genügend Bargeld mitzunehmen, muss ich auf eine ausreichende Mahlzeit verzichten und gönne mir nur einen Radler, bevor ich mich auf den Rückweg mache. Dieser ist größtenteils gleich dem Hinweg, bis zu einer Abzweigung, bei der ich mich nicht erneut für den Weg über den Alberfeldkogel entscheide, sondern einen direkten Weg zum Feuerkogel und da ich meine Wanderstöcke zu Hause vergessen habe und mein Knie leider bereits wieder stark schmerzt, entscheide ich mich, die Gondelbahn ins Tal zu nehmen.

Nach acht Minuten Fahrzeit bin ich unten angelangt und genieße die Heimfahrt in der Abendsonne.

 

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