Halskogel (1686m)

Mit der Sektion Linz des Österreichischen Alpenvereins ging es diesmal  zu einer „Skitour für Anfänger“ auf die Wurzeralm. Etwa ein Dutzend Skitour-Interessiere Mädels und Jungs fuhren mit der Standseilbahn auf die Wurzeralm, wo wir uns in zwei Gruppen aufteilten.

Mit meiner Gruppe ging es zum Linzer Haus, wo wir die Felle auf die Ski schnallten und die LVS-Geräte testeten. Danach ging es gleich weiter, erst entlang der Langlaufloipe in Richtung Filzmoosalm. Es war ein herrlicher Tag, keine Wolke war am strahlend-blauen Himmel. Das war auch der Grund für die doch sehr hohe Anzahl an Tourengehern an diesem Tag.
Kurz nach der Filzmoosalm wurde es steiler und wir kamen in mehreren Serpentinen den Bergrücken empor, bis wir bald das Ziel, den Halskogel, erreichten.

Die Abfahrt gestaltete sich für mich schwierig. Die Schneedecke war gefroren und dazu kamen erneut Materialprobleme, die Bindung ging wieder zu leicht auf.
Nach ein paar Stürzen und Skiverlusten entschied ich mich dann zu Fuß den Hang hinunter zu gehen, zur Stubwiesalm, wo wir eine Mittagspause einlegten und mit den LVS-Geräten vertraut gemacht wurden. Ein paar Suchübungen durften dabei natürlich nicht fehlen.

Danach ging es zurück zum Linzer Haus, wo wir uns stärkten und auf die zweite Gruppe warteten.
Kurz nach vier Uhr machten wir uns erneut auf, ein kurzer Anstieg bis zur Bergstation musste noch genommen werden. Die darauffolgende Abfahrt ins Tal, bei (romantischem) Mondlicht entschädigte bei Weitem für alle Mühen und Anstrengungen des Tages!

Die Zeitangabe ist mit Vorsicht zu genießen und beinhaltet eine lange Pause und eine Hütteneinkehr.

Wasserklotz

Überstanden! Heute hatte ich meine erste Skitour und ich leben noch!

Nach dem gestrigen Skitag auf der Höss in Hinterstoder fuhren Christian, Stefan, Walter und ich zeitig zum Hengstpass um eine Skitour auf den Wasserklotz zu bestreiten. Ich kenne diesen bereits vom Frühjahr, als ich ihn mit den Schneeschuhen bestieg.
Beim Hengstpass angekommen habe ich mich erstmal mit dem Equipment vertraut gemacht, Tourenschuhe, Felle und Ski überprüft und angelegt und schon ging es los.
Die Fortbewegung war anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber schon bald ging es halbwegs zügig voran, erst auf einer Forststraße und wenig später durch den Wald in Sepertinen Richtung Gipfel.

Das Wetter war gut. Obwohl wir keinen wolkenfreien Himmel hatten, war es windstill und die Fernsicht akzeptabel, nur die Bergspitzen waren in Wolken gehüllt.

Leider bekam ich relativ rasch Probleme mit dem Material. Ich war die Tourenschuhe nicht gewohnt und bekam leider an beiden Füßen im Knöchelbereich Blasen, die wir notdürftig mit einem Tape abklebten. Damit war der weitere Weg zumindest etwas schmerzfreier bestreitbar.
Ich verzichtete etwa 30 Meter vor dem Gipfel auf den letzten Aufstieg, da viele Latschen durch den Schnee zu erkennen waren und ich mir das Leben, da ich ohnehin ja kein so guter Skifahrer bin, nicht noch extra schwer machen wollte.

Nach einer kurzen Essens- und Umziehpause ging es wieder talwärts. Dies war leider weniger angenehm, als ich gehofft hatte. Einerseits fuhr ich selbst ziemlich unsicher den steilen Hang hinab, zum anderen war die Skibindung viel zu leicht eingestellt, weshalb ich gut ein halbes Dutzend mal stürzte und dabei zumindest einen der beiden Ski verlor.
So quälte ich mich unter der Geduld meiner Tourenkollegen ins Tal. Ab der Forststraße ging es wieder besser voran und nach gut vier Stunden waren wir wieder beim Auto angelangt.

Alle Fotos Copyright: Christian Grims