Wurzeralm – Durch die Höll

Nachdem ich meine Leidenschaft für das Schifahren entdeckt habe und weil der diesjährige Winter mit Schnee sehr gespart hat, bin ich bis heute nicht dazu gekommen, eine Schneeschuhtour zu machen. Bis heute…

Für meine Verhältnisse relativ spät, nämlich um 8 Uhr, ging es von Linz aus zur Wurzeralm. Da Daniel auch mit war, war eine frühere Abfahrt nicht möglich. Gegen 9 Uhr waren wir am Parkplatz der Wurzeralm angekommen. Nach einem Kaffee, bei der Talstation der Standseilbahn, montierten wir die Schneeschuhe und stiegen entlang der Talabfahrt auf. Nach wenigen Metern lies der am Parkplatz starke Wind nach und wir entledigten uns nach ein paar Minuten unserer Jacken, da wir bereits ins Schwitzen gekommen waren.

Rund eine viertel Stunde später trennten wir uns von den vielen Schitourengehern, die ebenfalls unterwegs waren und nahmen die Abzweigung durch Schmiedalm. Dieser Weg führte uns auf einer kaum steilen Forststraße in östliche Richtung, wo wir einen herrlichen Blick zum Bosruck und zum Großen Pyhrgas hatten.
Je länger wir unterwegs waren, desto besser wurde das Wetter. Die Sonne kam hinter der dünnen Wolkendecke hervor, der mild blasende Fön tat sein Übriges und so kamen wir bei herrlichem Wetter zur Schmiedalm, von der aus wir ein tolles Panorama auf die umliegende Bergwelt hatten. Hier trafen wir auch auf andere Tourengehen, hielten uns aber im Gegensatz zu diesen nicht lange auf, sondern setzten unseren Weg zielsicher fort.

Der nun zu bewältigende Abschnitt wird „Durch die Höll“ genannt. Ein ewiges Auf und Ab durch einen dichten Wald an dessem Ende wir nach über 2 Stunden die Teichlböden erreichten. Bei einer Holzhütte rasteten und jausneten wir, ehe es zu einem letzten Anstieg zur Bergstation ging. Von dort aus ging es nun entlang der Talabfahrt nach unten. Der Schnee war durch die warmen Temperaturen bereits zu Firnschnee geworden, was den Abstieg teilweise mühsam machte, aber wir kamen gut bei der Talstation an.