Kasberg (1747m) vom Brunnental

Um kurz nach halb sieben in der Früh war ich einer der Ersten, die sich auf den Weg vom Brunnental in Steyrling zum Kasberg machten. Da ich hier bereits eine Schneeschuhwanderung unternommen hatte, bei der ich aber nur bis zur Steyrerhütte ging, war es nun an der Zeit auch das letzten Stück zum Kasberggipfel in Angriff zu nehmen.

Ob der frühen Stunde war es noch sehr frisch, spätestens bei der Steyrerhütte machte sich das frühe Aufbrechen aber bereits bezahlt, da die Sonne unbarmherzig auf mich herabbrannte. Monoton ging es also die Schotterstraße entlang, bis nach gut einer Stunde der Weg auf einen Pfad abzweigte. Wegen der dichten Wälder  war keine erwähnenswerte Aussicht gegeben, was sich aber schlagartig änderte. Eine Lichtung, kurz vor der Steyrerhütte, gab den Blick frei auf das Tote Gebirge, ein herrlicher Anblick!

Derart motiviert entschied ich mich, auf die Pause bei der Steyrerhütte zu verzichten und mich gleich weiter auf den Weg zum Gipfel zu machen. Weiter ging es also auf eine kurz nach der Hütte gelegene Almfläche, von wo aus linkerhand ein steiniger Pfad steil nach oben führte. Nach einer halben Stunde war endlich eine Anhöhe erreicht. Hier teilte sich der Weg zum links gelegenen Roßschopf, der – nur zehn Minuten entfernt – mein erstes Ziel wurde. Nach einer ausgiebigen Jause ging es zurück zur Weggabelungen und nun weiter zum Kasberg-Gipfel, der eine halbe Stunde später erreicht war. Auch hier bot sich ein herrlicher Anblick.

Auf dem Rückweg wurde ich beim „Rauf-Runter“-Wegweiser auf eine ausgetretene Spur aufmerksam, der ich folgte. Schon wenige Meter später sah ich auf einigen Felsen ausgewaschene Markierungen und Steinmanderl und ich entschied mich kurzentschlossen dieser Alternativroute zu folgen. Eine gute Idee wie sich herausstellte, da dieser Weg landschaftlicher um einiges ansprechender war, als der eher felsige Aufstiegsweg.
Mittlerweile brannte die Sonne schon sehr kräftig und ich beneidete die unzähligen Wanderer nicht, die mir bei meinem Abstieg erst entgegen kamen – der frühe Vogel fängt den Wurm!