St. Florian – Steyr

Um sechs Uhr morgens starte ich die zweite Etappe des Oberösterreichischen Weitwanderweges 6 vor den Toren des Stift St. Florian. Bei dichtem Nebel und ohne Sonne geht es die Straße hin, immer dem Straßenverlauf folgend, bis zu einer kleine Bachbrücke. Hier befindet sich zwar eine Weitwanderweg-Markierung, diese deutet jedoch fälschlicherweise nach rechts, es geht aber geradeaus weiter zum Kreisverkehr, der überquert wird.
Abgesehen von dieser Irreleitung ist der gesamte Streckenverlauf bestens markiert und gekennzeichnet. Es dürfte also kaum möglich sein sich zu verlaufen.

Nach dem Kreisverkehr zweigt der Wegs rechts ab und gleich wieder links – so verlassen wir auch die Asphaltstraße und bewegen uns fortan auf Schotter- bzw. Wiesenwegen.

Beinahe der gesamte Weg verläuft stets durch oder neben Anbauflächen, die entweder noch Früchte tragen, oder für die nächste Aussaat vorbereitet werden.

Bei etwa der Hälfte der Strecke erreichen wir eine Abzweigung bei einem Marterl in Richtung Maria Laah. Wer möchte kann hier geradeaus weiter gehen und dann rechts in den Naturlehrpfad einbiegen, oder nach rechts nach Maria Laah abweichen um den Heilbrunnen (Augenleiden) und die Kirche zu besuchen. Dieser Abstecher nimmt rund eine viertel Stunde in Anspruch. Beim Naturlehrpfad bzw. beim Mausoleum bei Losensteinleiten führen die Wege wieder zusammen.

Hier geht es vorbei am Schluss, die Straße überquerend durch den Ort Losensteinleiten hindurch. Kurz nach dem Ortsschild teilt sich der Weg. Der Salzsteig, der uns seit Linz begleitet hat zweigt hier rechts ab, der Mariazeller-Weitwanderweg verläuft links.
Scheinbar ohne Ende geht es auf Feldwegen weiter, bis nach gut fünf Stunden in der Ferne die Außenbezirke von Steyr auftauchen und auch schon die Christkindlkirche zu erspähen ist. Man kommt an die Bundesstraße 122, überquert diese und biegt sogleich nach der Lärmschutzwand rechts ab, folgt dem Weg zu einer Brücke über die Steyr und folgt der Straße zum Christkindlweg, dem man bis zur Kirche folgt.

Nach der Kirche teilt sich erneut der Weg. Ich folge der Variante A, die mich zum Stadtkern von Steyr führt. Bei einem Kreisverkehr von dem aus die Stadtpfarrkirche gut zu sehen ist biege ich rechts ein um sogleich nach Links die Brücke über die Enns zu überqueren.

Somit ist die zweite Etappe abgeschlossen und ich fahre mit einer Blase an den Füßen mehr mit dem Postbus zurück nach St. Florian. Vielleicht geht es ja schon nächste Woche weiter…

Katrin (1542 m) und Elferkogel (1601 m)

In der Kaiserstadt Bad Ischl beginnt die Wanderung direkt bei der Talstation der Katrin-Seilbahn.

Nach einem kurzen Schotterstück führt eine Abzweigung in den Wald hinein, wo man in steilen Serpentinen schnell an Höhe gewinnt. Nach gut einer halben Stunde kreuzt man erstmals die Skipiste, quert diese immer wieder bzw. folgt ihr den Berg hinauf. Das letzte Wegstück bis zur Bergstation der Katrin-Bahn befindet sich dann völlig auf der Skipiste – bei großer Hitze und der starken Steigung ist dieser Abschnitt durchaus anstrengend.

Wenn man nach etwa anderthalb bis zwei Stunden (lt. Wegweiser 2,5 Std.) die Bergstation erreicht, beginnt der touristische Teil der Wanderung bis zum Gipfel der Katrin. Auf gut ausgebauten Pfaden dauert es noch etwa eine halbe Stunde, bis man das massive Gipfelkreuz der Katrin erreicht hat und mit einer schönen Aussicht auf die umliegende Landschaft belohnt wird.

Ein paar Minuten entfernt befindet sich der Elferkogel, den man praktisch im Vorbeigehen besucht.

Der Rückweg ist gleich dem Aufstieg und so erreicht man nach vier bis fünf Stunden reine Gehzeit wieder die Talstation der Katrin-Bahn.

 

Linz – St. Florian

Der Weitwanderweg 06 – Mariazeller-Weitwanderweg Oberösterreich beginnt bei der Basilika am Pöstlingberg, dem Hausberg der Linzer. Wenn gewünscht, kann man also von Linz-Urfahr aus auf den Pöstlingberg wandern, jedoch ist eine Fahrt mit der Pöstlingbergbahn ein kleines Erlebnis, auf das man nicht verzichten sollte.

Die Fahrt mit der Pöstlingbergbahn beginnt am Linzer Hauptplatz und führt über mehrere Stationen in rund einer viertel Stunde auf den Pöstlingberg. Dort angekommen geht es weiter zu Pöstlingbergkirche, an deren Außenmauer auch das Hinweisschild zum Mariazeller-Weitwanderweg angebracht ist. Auf dem Weg zurück nach Linz kommt man an einem Kiosk vorbei, rechts davon befindet sich eine Aussichtsplattform, die bei Schönwetter eine herrliches Panorama über Linz bietet.

Wir setzen unseren Weg zurück zur Pöstlingberg-Bahnstation fort, überqueren die Schienen und folgen dem Weg entlang der Schienen. Schon bald erreicht man die Hinweis tafel zum Stadtwanderweg Nr. 2, diesem folgen wir. Wir passieren den Soldatenfriedhof und kommen am Pentrium vorbei, ehe wir in die Knabenseminarstraße einbiegen. Dieser folgen wir bis zur Nibelungenbrücke und kommen so wieder zum Hauptplatz. In östlicher Richtung vorbei am Alten Rathaus folgen wir der Rathausgasse und gelangen so zum Pfarrplatz und zur Stadtpfarrkirche Linz. Weiter in Richtung Süden erreichen wir in der Domgasse den Alten Dom. Entlang der Landstraße in südlicher Richtung kommen wir sowohl bei der Ursulinenkirche als auch bei der Karmelitenkirche vorbei. An der Mozartkreuzung (Landstraße/Mozartstraße) sehen wir in westlicher Richtung den Mariä-Emfpängnis-Dom, der jedenfalls einen kurzen Abstecher wert ist, denn es ist die größte Kirche Österreichs und (geschummelt) auch die höchste.

Da sich auf dem weiteren Weg bis nach Ebelsberg außer der Herz-Jesu-Kirche keine nennenswerten Sakralbauten befinden und der Weg bis nach Ebelsberg sehr monoton ist, besteht die Möglichkeit mit der Straßenbahnlinie 2 bis nach Ebelsberg zu fahren und dort den Weg per pedes fortzusetzen. Nach dem „Zentrum“ Ebelsberg halten wir uns bei der Weggabelung links (Richtung St. Florian) um kurz später beim Friedhof Ebelsberg nach rechts abzubiegen. Unter der Autobahnbrücke geht es links weiter, nun endlich nicht mehr auf Asphalt, sondern auf einem Feldweg.

Nun ist es auch nicht mehr weit und nur rund eine Stunde später, vorbei am Gasthaus „Zur Hölle“ erreichen wir schlussendlich das Stift St. Florian, Heimat der Florianer Sängerknaben und den Endpunkt der ersten Etappe.